La vida loca („Das verrückte Leben“)

Regie: Christian Poveda
Land: Spanien/Mexiko/Frankreich
Jahr: 2008
Länge: 90

Sie sind berühmt-berüchtigt: die Mara-Banden in den Slums Mittelamerikas. Der Regisseur Christian Poveda fand Zugang zu der Jugendgang „Mara 18“ in El Salvador und zeigt in seinem Film den ewigen Kreislauf der Gewalt: Drogen, brutale Rituale, Tattoos von Kopf bis Fuß, Rap-Sound, Machismo pur. Und immer wieder Gerichtssaal, Knast, Leichenhalle, Beerdigung ... Die Jugendlichen erwarten nichts von der Zukunft und denken nur von einem Augenblick zum nächsten. Die Gang ersetzt die Familie und lenkt vom trostlosen Alltag ab. Am 2. September 2009 wurde der engagierte Regisseur Christian Poveda selbst Opfer der Gewalt. Er wurde vermutlich von Gangmitgliedern erschossen.


Vor diesem Film findet folgender Vortrag statt: "Zentralamerika – Gewalt im Frieden"
Referentin: Prof. Dr. Heidrun Zinecker, Professorin für internationale Beziehungen am Institut für Politikwissenschaft der Universität Leipzig