Langfilm-Gewinner des Jurypreises: "El campo" von Hernán Belón

Die Festivaljury hat als Gewinner des Jurypreises den Film "El campo" von Hernán Belón ausgewählt. Den zweiten Platz errang der Film "Aballay, el hombre sin miedo" von Fernando Spiner und den dritten Platz nimmt der Film "Las piedras" von  Román Cárdenas ein. Der Gewinner in der Sektion "Wettbewerb Kurzfilm" ist "Luminaris" von Juan Pablo Zaramella.

 

Die Begründung der Festival-Jury:

 

Spielfilmwettbewerb

 

1. Platz: "El Campo" von Hernán Belón

 

El Campo, ein Film, der hält, was sein Titel verspricht: in der Abgeschiedenheit des Landlebens prallen die Ängste einer jungen Mutter auf die idyllischen Lebensentwürfe ihres Mannes. Mit subtiler Spannung, traumartigen Bildern, ausgewogenen  Perspektivwechseln und einem hervorragenden Schauspielerduo führt uns dieser Film mitten in die Einsamkeit der Beziehung und lässt uns auch nach dem Abspann nicht mehr los.

 

2. Platz: "Aballay, el hombre sin miedo" von Fernando Spiner

 

Heutzutage einen Western zu drehen zeugt von Mut und Vision. Fernando Spiner gelingt es, in kraftvollen Panoramabildern, alle Stilmittel des Italowesterns einzusetzen und dennoch das Leitthema des Genres umzudeuten:  vom Rachemotiv zur Frage nach Vergebung.

 

3. Platz: "Las Piedras" von Román Cárdenas

 

Ein Paar kurz vor der Trennung. Und ein Film, der die Zeit ausdehnt, statt sie zu verdichten, und damit ein anderes Sehen einfordert. Obwohl mehr Zustandsbeschreibung als Erzählung entwickelt Las Piedras einen überraschenden Humor. Mit der Nominierung wollen wir Regisseur und Hauptdarsteller Román Cárdenas ermutigen, seinen ganz eigenen Stil zu vertiefen.

 

Kurzfilmwettbewerb:

 

1. Platz: "Luminaris" von Juan Pablo Zaramella

 

Luminaris überzeugt durch eine präzise eingesetzte Animations-Mischtechnik, bringt seine kleine Geschichte kurzweilig und stimmungsvoll auf den Punkt und lebt im übrigen ganz von der Kraft der Fantasie und des Grundelementes des Kinos: dem Licht.